Kein Tachosignal / Daytona Velona 2

Modellunabhängige Basteleien oder allgemeine, modellübergreifende Probleme mit dem Elektrolurch.

Kein Tachosignal / Daytona Velona 2

Beitragvon manu88 » Do 21. Mai 2020

Hallo liebe Fazer-Freunde,
ich habe an meiner FZS 600 RJ02 einen Daytona Velona 2 Tacho verbaut und leider ein kleines Problem mit dem Signal für die Geschwindigkeitsanzeige.

Alle Funktionen, wie beispielsweise Neutral-Anzeige, Blinker und Fernlicht funktionieren einwandfrei, nur ein Signal vom Geschwindigkeitssensor kommt anscheinend nicht am Tacho an.
Laut Schaltplan müsste das Geschwindigkeissignal bei meinem Modell das weiße Kabel vom originalen Tachoanschluss sein - gerne korrigieren falls ich hier falsch liege :D
Das Kabel habe ich mit dem entsprechenden Anschluss am neuen Tacho verbunden aber leider kommt dort nichts an oder kann möglicherweise einfach nicht verarbeitet werden.
Hat eventuell schon jemand Erfahrungen mit dem Verbau eines Daytona Velona 2 und kann mir hier weiterhelfen? Ich bin auch über alle anderen Hinweise oder Tipps dankbar, die mir bei meinem Problem helfen könnten.

Ich würde mich freuen von euch zu hören.

Beste Grüße
Manuel
manu88
 
Beiträge: 4
Registriert: 21.5.2020
Geschlecht: keine Angabe
Motorrad: Yamaha Fazer 600 RJ02
Skype-Name: manu_88

Re: Kein Tachosignal / Daytona Velona 2

Beitragvon Fumoblu » Do 21. Mai 2020

Bei der FZS 600 und tacho...immer das magnet im tachogeber erst kontrollieren.
Hat da jemand das rad runtergezogen zb. zum pneu wechslen?

Ps: auch neh kleine vorstellung werde sicher helfen :mrgreen:
Benutzeravatar
Fumoblu
 
Beiträge: 1
Registriert: 17.5.2020
Geschlecht: keine Angabe
Motorrad: Yamaha FZS 1000

Re: Kein Tachosignal / Daytona Velona 2

Beitragvon schlumpf » Do 21. Mai 2020

Hallo Manuel,

hattest du mich neulich angeschrieben?
Ich dachte die Lösung wäre den Tachogeber mit 5V zu versorgen, nicht mit 12V?

Auf der weissen Leitung kannst du nur ein Signale messen wenn es gleichzeitig am Tacho angeschlossen ist. Weil im Tachogeber sitzt nur ein Schalter nach Masse (open collector Schalter), und im Tacho der zugehörige Arbeitswiderstand.
Benutzeravatar
schlumpf
Stammgast
Stammgast
 
Beiträge: 3305
Registriert: 4.7.2004
Wohnort: Niederrhein(47506)
Geschlecht: männlich
Motorrad: FZS1000 RN061

Re: Kein Tachosignal / Daytona Velona 2

Beitragvon manu88 » Fr 22. Mai 2020

Zuerst möchet ich mich schon mal für eure Reaktionen auf meinen Beitrag bedanken. Das ging ja wirklich super schnell und ich bin über jede Hilfe dankbar :spitze:

@Fumoblu: Das mit dem Tachogeber habe ich gleich mal überprüft, optisch kann ich keine Beschädigungen feststellen. Hier wurde auch während des Tacho-Umbaus nichts angefasst.
Und mit dem originalen Tacho hat noch alles einwandfrei funktioniert. Falls du mir sagen könntest, wie man den auf Funktion durchmessen kann, würde ich das auf alle Fälle auch noch machen :D

@schlumpf:
Ich hatte dich bisher noch nicht angeschrieben, da ich erst ganz neue hier in diesem Forum bin.
Das mit der Versorgung des Tachogebers mit 5V habe ich gerade auch mal versucht nachzuvollziehen. Mein Geber(weißes Kabel) hat bei eingechaltener Zündung, im nicht angeschlossenem Zustand, 4V auf der Leitung. Das sollte ja dann schon mal nicht so sein, wenn er lediglich gegen Masse schließt. Mein Tacho hat aktuell eine Ausgangsspannung von 9,3V.
Kannst du dir erklären woher die 4V aus dem Geber kommen könnten? Bedeute das möglicherweise, dass er defekt ist? Bei Drehung am Vorderreifen ändert sich an den 4V auch nichts.
manu88
 
Beiträge: 4
Registriert: 21.5.2020
Geschlecht: keine Angabe
Motorrad: Yamaha Fazer 600 RJ02
Skype-Name: manu_88

Re: Kein Tachosignal / Daytona Velona 2

Beitragvon schlumpf » Fr 22. Mai 2020

manu88 hat geschrieben:@schlumpf:
Ich hatte dich bisher noch nicht angeschrieben, da ich erst ganz neue hier in diesem Forum bin.

Ich meinte per Email.

manu88 hat geschrieben:Das mit der Versorgung des Tachogebers mit 5V habe ich gerade auch mal versucht nachzuvollziehen. Mein Geber(weißes Kabel) hat bei eingechaltener Zündung, im nicht angeschlossenem Zustand, 4V auf der Leitung. Das sollte ja dann schon mal nicht so sein, wenn er lediglich gegen Masse schließt. Mein Tacho hat aktuell eine Ausgangsspannung von 9,3V.
Kannst du dir erklären woher die 4V aus dem Geber kommen könnten? Bedeute das möglicherweise, dass er defekt ist? Bei Drehung am Vorderreifen ändert sich an den 4V auch nichts.


Der Tachogeber hat 3 Leitungen
- Versorgungsspannung
- Tachosignal-Ausgang
- Masse

Die Versorgungsspannung wird vom Cockpit geliefert. Sie versorgt die Elektronik im Tachogeber. Und diese Spannung sollte bei der 600er 5V betragen. Ich bin mir aber nicht sicher ob sich das über die Baujahre geändert hat. Möglicherweise sind es auch 12V. Du solltest die Spannung am originalen Cockpit nachmessen. Falls der Velona was abweichendes liefert musst du dir was ausdenken mit einem 5V-Regler..

Auf der Leitung des Tachosignals liegt normalerweise nur eine Spannung an wenn sie irgendwo an einen Pull-Up /Arbeits-Widerstand angeschlossen ist. Und normalerweise sitzt dieser Widerstand im Cockpit. Parallel geht das Tachosignal aber auch noch zur ECU. Eventuell sitzt dort auch irgendein Widerstand, der könnte für deine gemessenen 4V verantwortlich sein.

Wenn der "Schalter" im Tachogeber offen ist dann liegt auf der Leitung die Spannung des Arbeitswiderstands an, typischerweise 4 .. 5V. Sobald der Schalter schliesst geht die Spannung auf 0V. Das solltest du sehen können wenn du das Vorderrad langsam drehst. Es gibt 4 Punkte pro Umdrehung wo das passiert.
Als mögliche Erklärung weshalb bei dir nichts passiert:
- die Versorgungsspannung des Tachogebers ist nicht vorhanden oder total falsch
- der Tachogeber ist defekt
- Masse ist nicht vorhanden

Noch vergessen. Welches genaue Modelljahr ist deine 600er? Eckiger Scheinwerfer? Wieviele Taster hat das Cockpit?
Benutzeravatar
schlumpf
Stammgast
Stammgast
 
Beiträge: 3305
Registriert: 4.7.2004
Wohnort: Niederrhein(47506)
Geschlecht: männlich
Motorrad: FZS1000 RN061

Re: Kein Tachosignal / Daytona Velona 2

Beitragvon manu88 » Fr 22. Mai 2020

Das mit der der Mail muss dann auch jemand anderes gewesen sein :D

Deine Infos haben mir bisher schon sehr geholfen!
Das mit der Spannungsversorgung aus dem Cockpit hatte ich bisher noch nicht auf dem Schirm. Dachte der Geber wird anderweitig versorgt. Beim nachmessen habe ich aber festegstellt, dass hier wirklich keine Spannung anliegt.
Mein Tacho hat leider keinen extra Anschluss um den Geber zu versorgen, daher habe ich es jetzt einfach mit 12V versucht. Die vohrer erwähnten 9,3V liegen an seiner Signalleitung an. Diese Spannung sollte dann bei funktionierendem Geber auf Masse geschalten werden oder?
Mit der 12V Versorgung am Geber geht diese Spannung auf der Signalleitung (9,3V) jetzt jedenfalls, wie von dir beschrieben, mehrfach pro Radumdrehung auf 0V. Hoffe das soll jetzt so sein :mrgreen:

Mein Tacho erkennt das leider aber immer noch nicht als Taktung und zeigt daher noch nichts an. Hast du hierfür eventuell auch eine mögliche Fehlerursache? Falls das mit dem wechsel zwischen den 9,3V und 0V jetzt so aktuell korrekt ist.

Zu deiner Frage bzgl. dem Modell: Es handelt sich um eine Fazer mit BJ 98, eckigen scheinwerfern und einem Taster am Cockpit.
manu88
 
Beiträge: 4
Registriert: 21.5.2020
Geschlecht: keine Angabe
Motorrad: Yamaha Fazer 600 RJ02
Skype-Name: manu_88

Re: Kein Tachosignal / Daytona Velona 2

Beitragvon schlumpf » Fr 22. Mai 2020

manu88 hat geschrieben:Mein Tacho hat leider keinen extra Anschluss um den Geber zu versorgen, daher habe ich es jetzt einfach mit 12V versucht. Die vorher erwähnten 9,3V liegen an seiner Signalleitung an. Diese Spannung sollte dann bei funktionierendem Geber auf Masse geschalten werden oder?

Korrekt.

Die 9.3V auf der Tachosignalleitung kommen vmtl aus dem Velona, gemessen ohne Tachogeber (oder Schalter offen). Der Schalter im Tachogeber sollte damit eigentlich klar kommen. Aber wenn alles zusammengesteckt ist geht dieses Signal auch zur ECU, und die erwartet max 5V. Ich weiss nicht wie sensibel die ist.

Bei deinem Namenskollegen (der aus der Email) hat die Versorgung des Tachogeber mit 12V dazu geführt dass die ECU das Drehzahlsignal(!) auf das Tachosignal aufmoduliert hat. Bei niedrigen Drehzahlen/Geschwindigkeiten klappte alles, bei höheren nicht mehr. Vermutlich gibt es eine Art Überspannungsschutz im Tachogeber der dann komische Sachen macht.

Ich würde zuerst versuchen den Tachogeber mit 5V zu versorgen. Notfalls provisorisch mit einer Batterie (4.5 oder 6V).
Benutzeravatar
schlumpf
Stammgast
Stammgast
 
Beiträge: 3305
Registriert: 4.7.2004
Wohnort: Niederrhein(47506)
Geschlecht: männlich
Motorrad: FZS1000 RN061

Re: Kein Tachosignal / Daytona Velona 2

Beitragvon manu88 » Fr 22. Mai 2020

Genau die 9,3V auf der Signalleitung kommen aus dem Velona.

Sorry das ich nochmal nachfrage aber ich möchte da jetzt nichts durcheinander bringen.
Welche Spannung muss ich auf 5V bekommen? Du meinst die 12V der Versorgungsspannung, wenn ich das richtig verstanden habe.
Habe jetzt alles komplett zusammengesteckt d.h. die aktuelle 12V Versorgung geht über die ECU und wird dort auch wieder mit 12V ausgegeben und geht dann in den Geber. Die Funktion mit den 9,3V auf der Signallleitung, die immer wieder auf Masse geschalten wird ist jetzt auch noch gegeben.
Leider kann ich noch nicht nachvollziehen wieso der Tacho das Schalten auf Masse nicht als Signal erkennt. Genau auf dieses Schalten sollte er doch reagieren oder?
Prüfen kann man dies im Menü zur Kalibirierung des Tachos. Dort wird bei einer der möglichen Kalibrierungsmethoden die Anzahl der Takte bei 10 Radumdrehungen mitgezahlt und dann auf der Anzeige ausgegeben. Hier wird aber immer Null angezeigt.

Das mit der 5V Versorgung des Tachos werde ich auf alle Fälle so schnell wie möglich umsetzen. Das Schalten der 9,3V gegen Masse ändert sich dabei aber nicht oder? :ko
manu88
 
Beiträge: 4
Registriert: 21.5.2020
Geschlecht: keine Angabe
Motorrad: Yamaha Fazer 600 RJ02
Skype-Name: manu_88

Re: Kein Tachosignal / Daytona Velona 2

Beitragvon schlumpf » Fr 22. Mai 2020

Wenn du die Tachoimpulse mit einem Multimeter messen kannst (Rad langsam drehen) dann sollten sie eigentlich auch vom Velona erkannt werden. Das Signal muss dann aber auch sauber zw 9.3V und 0V umspringen.

Schau mal in die Skizze. Links oben ist die typische Beschaltung eines (induktiven) Gebers. In der rechten Hälfte ist das wesentliche aus dem 600er Schaltplan.
Die "Load" im Velona scheint nicht mit 5V sondern mit 9.3V gespeisst zu werden. Das ist vermutlich erstmal zweitrangig.
Aber die 5V für den Tachogeber sind wichtig.
Und das Tachosignal geht über einen Abzweig auch zur ECU. Ob die mit den 9.3V zurecht kommt kann ich dir leider nicht sagen.
Die Masse für den Tachogeber wird an der ECU angezapft.

Tut mir Leid dass ich dir nicht genauere Angaben machen kann wo exakt der Fehler liegt. Meine Infos über den Velona sind auch nur aus zweiter Hand.
Dateianhänge
Tachogeber_Verschaltung.jpg
Benutzeravatar
schlumpf
Stammgast
Stammgast
 
Beiträge: 3305
Registriert: 4.7.2004
Wohnort: Niederrhein(47506)
Geschlecht: männlich
Motorrad: FZS1000 RN061


Zurück zu Elektrik/Elektronik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste